Wer wir sind

Im November 2013 hat sich die Flüchtlingsbetreuung Herzogenaurach gebildet. Viele Menschen engagieren sich hier für diejenigen, die bei uns Schutz und Hilfe suchen.

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Mitmachen

Wir brauchen Sie!

Aktuell betreuen wir über 300 Asyl- suchende und anerkannte Flüchtlinge. .

Wie Sie mithelfen können, erfahren Sie auf unserer Helfen-Seite.

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Was wir tun

Wir betreuen die zu uns gekommenen Menschen vom ersten Tag an - beginnend mit einem Willkommensgruß und der Eingewöhnung in die neue Umgebung.

 

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Spenden

Über Geld- und Sachspenden zugunsten der Flüchtlinge freuen wir uns sehr. Ihre Spenden kommen zu 100% an. Mehr dazu finden Sie auf unserer Helfen-Seite.

 

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Wohnungen gesucht!

Hauptproblem für Flüchtlinge und Helfer ist die Suche nach Wohnungen!

 

Helfen Sie mit, denn das ist oft Schwerstarbeit für alle Beteiligten!

 

Trotz freier Lehrstellen keine Ausbildung

Es ist nicht zu fassen: Hunderte von Lehrstellen können nicht besetzt werden - und gleichzeitig dürfen ausbildungswillige Geflüchtete nicht arbeiten oder eine Ausbildung absolvieren. Zig junge Ähtiopier bei uns im Landkreis sind davon betroffen weil sie trotz mancher Bemühungen keinen "Identitätsnachweis" beibringen können. Und wer einen erlangt muss auf eine Überprüfung meist monatelang warten und dann erfahren, dass er dennoch nicht arbeiten darf und seinen Lebensunterhalt selbst verdienen kann.

Sinnlose Bürokratie paaren sich hier mit Unmenschlichkeit und einer Politik, die auf Abgrenzung statt auf Integration setzt! Dennoch: wir werden uns weiter bemühen dies zu ändern!

 

Herzogenaurach wird kein „Sicherer Hafen“

Mit der denkbar knappsten Mehrheit von 13:12 Stimmen hat es der Herzogenauracher Stadtrat am 17. Juli 2019 abgelehnt, die Stadt zum "Sicheren Hafen" zu erklären.

Die Diskussion machte dabei deutlich, dass die Fronten quer durch alle Stadtrratsfrakrionen verliefen.

 

Ausführliche Presseberichte dazu sind zu finden unter Presse

 

Unser Fazit: Auch wenn die Stadt "offiziell" kein Sicherer Hafen ist, werden wir von der Flüchtlingsbetreuung dafür Sorge tragen, dass die Geflüchteten bei uns sicher leben können!

 

Worum geht es? Das Drama um die Sea Watch 3 und die Unfähigkeit Europas das Sterben im Mittelmeer zu beenden haben nun die Organisation Seebrücke (https://seebruecke.org/) und zahlreiche Städte in Deutschland auf den Plan gerufen. Diese Städte sind u. a. bereit, aus Seenot gerettete Geflüchtete zusätzlich aufzunehmen und so ein geordnetes Asylverfahren zu gewährleisten: Eine notwendige humanitäre Geste!

 

Der Antrag ist nachzulesen unter Neues & Info.

Unverständnis und Empörung:

Mutter mit 3 kleinen Kindern abgeschoben

Unverständnis, Entsetzen und Empörung herrscht seit dem 3. September bei den Flüchtling-sbetreuerinnen in Herzogenaurach:

Zaira, seit 5 Jahren in Deutschland lebende Mutter mit 3 kleinen Kindern wurde aus dem Nichts heraus nach Tschetschenien abgeschoben!

Für sie, aber besodners für die Kinder ist das ein fremdes Land in dem sie nun mittellos vor einer ungewissen Zukinft stehen. Nähers dazu sieeh auch im Presseartikel:

http://www.nordbayern.de/region/hoechstadt/schock-fur-familie-mutter-mit-drei-kindern-abgeschoben-1.8027215

 

Zaira und ihre Kinder brauchen weiterhin unsere Unterstützung, ebenso wie Luiza, Shamil, Eliza und Hassan, die im März nach Kasachstan abgeschoben worden sind (siehe dazu Näheres unter Presse).

 

Spenden können überwiesen werden:auf unser Sepndenkonto:

 

Katholische Kirchenstiftung
St. Magdalena 

Sparkasse Herzogenaurach

IBAN:

DE53 7635 0000 0060 0643 54

Kennwort: Flüchtlingsbetreuung

 

Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne eine Spenden-bescheinigung für das Finanzamt aus.

 

Aktuelles in Kürze

Plenum am 2. Oktober

Das nächste Treffen der FBH findet statt am kommenden Mittwoch, den 2. Oktober um 19 Uhr 30 im Martin-Luther-Haus. Es geht um aktuelle Informationen und den Erfahrungsaustausch sowie um die Neuregelung der Arbeitserlaubnis. Herzliche Einladung an alle!

 

Abwechslung vom Alltag

 

Eine tolle Abwechslung vom Alltagsgeschehen organisierte Karin Peucker-Göbel und Jalal Belal im August. Nahezu einhundert Geflüchtete konnten bei zwei Fahrten den Freizeitpark Thurn in Heroldsbach besuchen, nicht nur für die Kinder ein tolles Erlebnis. Dank einer Spende der Sparkasse konnte nicht nur der Eintritt bezahlt werden, sondern es gab auch noch ein Eis für die Kinder.

 

Die Ausflüge wurden noch ergänzt durch einen Grillabend im Dambach, der ebenfalls regen Zuspruch erfuhr. Durch diese Aktionen kam auch für viele Menschen bei uns auch zumindest kurzfristig so etwas wie Ferienstimmung auf!

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Unterstützung der Seenotrettung

 

Die Flüchtlingsbetreuung Herzogenaurach unterstützt mit einem Schreiben die Bemühungen des Ratsvorsitzenden der EKD, Bischof Bedfort-Strohm, für eine Bündnis zur Anschaffung eines neuen Rettungsschiffes im Mittelmeer.

 

Dazu schreibt die EKD: „Als Evangelische Kirche in Deutschland setzen wir uns seit Jahren gegen das Sterben im Mittelmeer und für die zivile Seenotrettung ein. In diesem Sommer haben wir dieses Engagement verstärkt. Gemeinsam mit vielen anderen haben wir öffentlich deutlich gemacht, dass es dringender denn je Seenotrettung und einen europäischen Verteilmechanismus für Boots-flüchtlinge braucht. Angesichts der humanitären Katastrophe, der Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung und des politischen Stillstands auf europäischer Ebene, reichen Appelle allein nicht länger aus.

Die EKD engagiert sich daher dafür, zu einem Bündnis zu kommen, das die zivile Seenotrettung mit einem neuem Rettungsschiff unterstützt.

 

Wer das unterstützen möchte findet Näheres unter https://seebruecke.org/

 

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Leistungen für Asylbewerber:

Es geht ans Eingemachte!

 

Eine böse Überraschung erlebten viele Geflüchtete Anfang September: Alleinstehende mit und ohne Kinder erhalten weniger Geld, uns zwar 42 € im Monat!! Sie wurden von der „Regelbedarfsstufe 1“ in die Stufe 2 umgegliedert, und zwar auf Grund eines Gesetzes aus dem Hause Seehofer da sie angeblich durch ihre Unterbringung in Gemeinschafts-unterkünften weniger Kosten zu Lebensunterhalt haben. Sie erhalten ab sofort nur noch 326 €.

 

Dies trifft bei uns vor allem junge Männer aus Äthiopien, die ja auch nicht arbeiten dürfen – neben der erzwungenen Perspektivlosigkeit werden diese Menschen jetzt offenbar auch noch „ausgehungert“. Es ist unfassbar welche Gesetze für den Bereich Flucht und Migration noch alles gemacht werden – der Abschied von der Willkommenskultur 2015 geht in großen Sprüngen weiter voran. Das ist weder christlich-sozial noch sozial-demokratisch!

 

Vollversammlung wählte neuen Leitungskreis

Am 27. Juni 2019 wählte das Plenum der FBH den Leitungskreis satzungsgemäß neu. Ihm gehören nun an Karin Peucker-Göbel, Jalal Belal und Rudi Weber (Kasse) wie bisher sowie Konrad Eitel, der bereits in den Gründungsjahren in der Führung tätig war.

Uschi Schmidt verzichtete auf eine erneute Kandidatur, wird aber der Arbeit in der Flüchtlingsbetreuung weiter verbunden bleiben.

 

Nähers dazu auch unter Presse.

Vorschriften contra Menschlichkeit

Ein Pressegespräch mit großer Berichterstattung durch Fränkischen Tag und Nordbayerische Nachrichten machte auf die Verweigerung von Arbeitserlaubnissen durch die Ausländerbehörde ERH aufmerksam.

Wolfgang Seitz und Konrad Eitel, die sich zusammen mit etlichen weiteren Helfer*innen seit Monaten darum bemühen, bei uns lebende Geflüchtete aus Äthiopien in Arbeit und Ausbildung zu bringen informierten damit die Öffentlichkeit erneut über die unmenschliche und engstirnige Haltung der Behörden in dieser Sache. Die Aufmacher waren entsprechend: "Zur Untägigkeit verdonnert" und "Vorschriften contra Menschlichkeit, nachzulesen unter Presse.

 

Mittlerweile hat das Landratsamt mitgeteilt das sich eine "neue Rechtslage" ergeben habe wonach die Klärung der Identität bei der Arbeitserlaubnis nicht mehr an erster Stelle stehe - wir sind gespannt auf die zukünftige Praxis!

 

Pro Asyl: Gegen das Sterben im Mittelmeer

Europa ist planlos! Die Flüchtlingspolitik der EuropäischenUnion ist beschämend. Populistische Parolen, Zerstrittenheit und Schuldzuweisungen bis hin zur Tolerierung und Instrumentalisierung rassistischer Einstellungen prägen den Europäischen Diskurs.

Unser Appell: Umkehren und Retten! Europa braucht eine neue europäische Initiative zur Rettung von Flüchtlingen und einen gefahrlosen Zugang in die EU. Dazu ist die Europäische Union den schutzsuchenden Menschen gegenüber verpflichtet – und sie schuldet es auch ihren eigenen grundlegenden Werten. Die Broschüre formuliert Sofortmaßnahmen zur Rettung von Bootsflüchtlingen vor Europas Grenzen.

Mehr unter:

https://www.proasyl.de/material/europa-braucht-einen-plan/

 

Abschiebeflughafen Nürnberg

 

Ein Beitrag von Uschi Schmidt

 

Nachdem sich die Stadt Nürnberg

einerseits zum sicheren Hafen erklärt hat und die Forderungen der Aktion Seebrücke unterstützt, wurde wenige Tage später einer Anfrage aus dem Bayerischen Innenministerium, ob der Flughafen zum Abschiebeflughafen eingerichtet werden könne mit einer Prüfung beantwortet. „Es gibt immer auch Menschen, die rechtmäßig zurück geführt werden müssen“, begründete OB Maly diese Entscheidung. Flüchtlingshelfer und Mitarbeiter der Freien Flüchtlingsstadt Nürnberg, der Aktion Seebrücke, von medico international protestierten und veranstalteten am 10. August 2019 eine Kundgebung vor der Abflughalle 2 am Albrecht-Dürer-Airport.

„Nürnberg war immer meine Lieblingsstadt,“ begann ein Redner „sie ist es nicht mehr“. Der Umgang mit Härtefällen oder überhaupt mit Menschen, die aus großer Not sich in Deutschland Rettung und Hilfe erhofft hatten, sorgt bei langjährigen Helfern dafür, dass sie den Verlust der Menschlichkeit in der Stadt der Menschenrechte beklagen und sie nicht mehr freudig über den Hauptmarkt zum Rathaus blicken können. Der Titel „Stadt der Menschenrechte“ wird entweiht.

„Ich als Ärztin kann es nicht gut heißen, wenn nur geprüft wird, ob jemand den Flug überleben kann, nicht aber, ob die medizinische Versorgung im Land sichergestellt ist. Jemanden abzuschieben bedeutet dann eigentlich, ihn zu töten.“

Ein Flüchtling aus dem Lager (Anker-Zentrum) in Bamberg fragte: warum sperrt uns Europa, warum sperrt uns Deutschland in Lager, in denen wir schlechter leben als im Gefängnis? Im Gefängnis darf man arbeiten, man darf sich bewegen, ja es gibt sogar Ausgang. In den Lagern dürfen wir nichts. Wir werden behandelt wie Leichen, die wie ein Möbelstück in eine Zelle gelegt werden und nur zu den Mahlzeiten heraus kommen sollen. Aber uns wurde Unrecht getan! Wir wurden verfolgt, bedroht, geschlagen, in unseren Ländern oder in Lybien. Warum bestraft man uns? Welchen Sinn macht das?

Die Forderung der Demonstranten war klar: keine Abschiebung! Nicht in sog. Dublinstaaten und nicht in die Herkunftsländer. Einmal, weil es bei Abschiebungen zu Suizid-Handlungen oder „Unfällen“ kommen kann. Zum anderen, weil Menschen ins Nichts und in die Bedrohung geworfen werden. Unter den „rechtmäßigen“ Abschiebungen sind viele Fälle, die durch zweifelhaftes Entscheiden, müde Richter oder übereifrige Beamte in ein Flugzeug gesetzt werden. Menschen wieder an Diktatoren auszuliefern, denen sie entkommen sind oder sie auf die Straße in einem für sie oft unbekannten Land zu schmeißen ist ethisch und moralisch nicht zu rechtfertigen. Allein die unendliche Angst vor einer Abschiebung belastet die Flüchtlinge oft jahrelang. Was könnten sie in dieser Zeit nicht alles lernen?

Wenn man die immensen Kosten für Abschiebegefängnisse, Wachpersonal etc. rechnet.. könnte man nicht sogar mit weniger Geld allen eine Ausbildung zukommen lassen und sie dann entscheiden lassen, ob sie zurück gehen oder in ein anderes Land weiter reisen oder bleiben? Das Entwicklungsministerium und die Bundeswehr geben immer wieder viel Geld aus, um in anderen Ländern Menschen zu schulen und Ausbildungszentren zu errichten. Wäre es nicht leichter, das in Deutschland zu tun?

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