Wer wir sind

Im November 2013 hat sich die Flüchtlingsbetreuung Herzogenaurach gebildet. Viele Menschen engagieren sich hier für diejenigen, die bei uns Schutz und Hilfe suchen.

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Mitmachen

Wir brauchen Sie!

Aktuell betreuen wir über 300 Asyl- suchende und anerkannte Flüchtlinge. .

Wie Sie mithelfen können, erfahren Sie auf unserer Helfen-Seite.

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Was wir tun

Wir betreuen die zu uns gekommenen Menschen vom ersten Tag an - beginnend mit einem Willkommensgruß und der Eingewöhnung in die neue Umgebung.

 

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Spenden

Über Geld- und Sachspenden zugunsten der Flüchtlinge freuen wir uns sehr. Ihre Spenden kommen zu 100% an. Mehr dazu finden Sie auf unserer Helfen-Seite.

 

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Wohnungen gesucht!

Hauptproblem für Flüchtlinge und Helfer ist die Suche nach Wohnungen!

 

Helfen Sie mit, denn das ist oft Schwerstarbeit für alle Beteiligten!

 

Wieder neue Hindernisse bei der Arbeitsaufnahme

Ein neues Hindernis gibt es bei der Arbeitsaufnahme für Asylsuchende und Geduldete. Zur Genehmigung muss ein "Identitätsnachweis" vorgelegt werden, also ein Ausweis mit Lichtbild aus dem Heimatland.

 

Flüchtinge die nach Deutschland kommen und keine Papiere haben, die ihre Identität belegen, können dennoch einen Asylantrag stellen und erhalten:

  • eine (kostenlose) Unterkunft

  • eine (kostenlose) Gesundheitsfürsorge

  • eine (kostenlose) Schulbildung

  • meist kostenlose Sprachkurse

  • als Alleinstehende zunächst 323 € im Monat Barleistungen, später 348 €

  • und eine Aufenthaltsgestattung mit Lichtbild.

 

Sofern sie nach Ablehnung ihres Asylantrages nicht freiwillig ausreisen und wg. fehlender Papiere und/oder fehlender Rücknahmebereitschaft des Herkunftslandes nicht abgeschoben werden erhalten sie in der Regel eine Duldung, die sich 3-monatlich x-mal verlängern kann.

 

Nunmehr ist offensichtlich nach einem Treffen der mittelfränkischen Leiter der Ausländerämter eine neue Praxis in Kraft getreten, wenn es um Ausbildungs- und Arbeitserlaubnisse geht. Ohne Identitätsnachweis – siehe unten – gibt es dazu keine Genehmigung mehr! Gibt es hierzu überhaupt eine ausreichende Rechtsgrundlage?

 

Die meisten Flüchtinge aus Äthiopien z.B. sind quasi mit Badehose und T-Shirt übers Mittelmeer nach Europa gelangt und verfügen über keinerlei Identitätsnachweis. Sie möchten aber nicht nur von steuerfinanzierten Sozialleistungen leben, sondern auch Berufe erlernen und arbeiten, um ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Und unser Handwerk und unsere Wirtschaft suchen händeringend Auszubildende und Mitarbeiter!

 

Selbst wenn die Betroffenen nun versuchen über Angehörige oder Vertrauensanwälte Papiere aus der Heimat zu bekommen ist weder der Erfolg gesichert und es kann Monate oder länger dauern wenn es klappen sollte.

 

Siehe dazu auch die Presseberichte vom 2. September 2017 unter Presse.

 

Konrad Eitel

 

Sprachpaten dringend gesucht!

 

Die größte Herausforderung für Flüchtlinge, die bei uns leben, ist der Erwerb deutscher Sprachkompetenz. Sich auf Deutsch verständigen zu können ist die Voraussetzung für alles Weitere: Integration, erfolgreicher Schulbesuch, Berufsausbildung, Arbeitsplatz.

Für die Sommerferien und die Zeit danach suchen wir Sprachpaten, d.h. einzelne Personen oder Familien, die äthiopische Flüchtlinge im Alter von etwa 18 Jahren regelmäßig zu sich einladen und mit ihnen 1-2 oder mehr Stunden verbringen und ihnen helfen Deutsch zu sprechen und Deutsch zu verstehen.

 

Interessenten wenden sich bitte an Wolfgang Seitz, Tel. 4348.

 

Mehrheit im Kreistag lehnt Resolution gegen Abschiebungen ab!

 

Die Fraktonen von SPD und Grünen im Kreistag des Landkreises ERH haben eine Resolution gegen Abschiebungen nach Afghanistan und Äthiopien eingebracht. Hier finden Sie den Text der Resolution: Neues & Info.

 

In der Sitzung am 24. Juli 2017 wurde nun das Anliegen behandelt. Nach einer ausführlichen Diskussion lehnte die Mehrheit von CSU und Freien Wählern ein Votum gegen die gefährlichen Abschiebungen nach Afghanistan und Äthiopien mit altbekannten Argumenten ab.

 

Wie sicher Afghanistan ist wurde am gleichen Tag noch sichtbar: Wieder gab es Anschläge: "26 Tote durch Autobombe" lautete eine Pressemeldung.

 

Ist dieses Land "sicher"? Wir meinen NEIN und werden weiter für die Aussetzung der abschiebunge dorthin eintreten.

 

Zeitungssberichte dazu unter Presse.

 

 

530 Protestunterschrif- ten an  Bundestagsab-geordnete übergeben

Im Dezember hat der Kreis der Flüchtlingsbetreuer Unterschriften gegen die Abschiebung schutzbedürftiger Menschen gesammelt.
Damals hatten wir die Unterschriften direkt dem BAMF und der Abteilungsleiterin Asyl, Frau Gräfin Praschma übergeben.
Leider ist die ungenaue Prüfung der Einzelfälle immer noch nicht abgestellt. So wurden einem Mann, der im Gefängnis in Teheran gefoltert wurde
sogar die Eigenschaft des subsidiären Schutzes abgelehnt und er bekam den Bescheid, dass er das Land zu verlassen habe.Wie viel mehr werden Menschen abgewiesen, die ihr Verfolgtsein weit weniger sicher nachweisen können.
 
So haben nun Karin Peucker-Göbel und Uschi Schmidt jetzt der Bundestags-abgeordneten Martina Stamm-Fibich (Mitte) nochmal die Listen und Beweise vorgelegt, die das Bedrohtsein von Familie Penjwen, Familie Bnar, Familie Fahmi Issa und Familie Ozobiara nach unserem Empfinden belegen.
Frau Stamm-Fibich hat zugesagt mit der MdB Frau Gabriela Heinrich beim BAMF nachzufragen.

Rundfunkbeitrag zu Jana und Victor

Victor, und Jana leben seit zweieinhalb Jahren in Niederndorf. Die Kinder Benjamin und Naomi gehen zur Schule, sie sprechen perfekt Deutsch. Victor kam aus Nigeria in die Ukraine für ein Auslandsstudium und lernte in Kiew seine Frau Iana kennen. Nach rassistischen Ausfällen gegen sie und dem Beginn der Maidan-Revolution hat die Familie die Ukraine verlassen. Beide Eltern arbeiten, verdienen ihren Lebensunterhalt selbst. Und doch leben sie ständig in der Angst, abgeschoben zu werden, da ihre Duldung nur jeweils von Quartal zu Quartal verlängert wird.

 

Der Jounalist Sammy Khamis hat über die Familie einen hörenswerten Beitrag verfasst, der hier abrufbar ist:

http://www.br.de/radio/bayern2/politik/nahaufnahme/1-jahr-fluechtlinge-bayern-110.html

Sehnsüchte mit der Spraydose ausgedrückt

 

Junge Flüchhtlinge an der Berufsschule haben zum Abschluss des Schuljahres die Fußgängerunterführung unter der Rathgeberstraße künstlerisch gestaltet.

"We are all human" drückt die Hoffnung aus: Alle Menschen sind gleich.

 

Unter der Betreuung von Sonja Panzer und Jochen Fichtelmann waren 12 junge Menschen mit tollen Ideen und Farben am Werk, wie man sich selbst überzeugen kann.

 

Ein Zeitungsbericht zur Aktion findet sich unter Presse.

Angriff aufs Kirchenasyl

„Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt“ so lautet der Vorwurf, aufgrund dessen sich derzeit vermehrt Verantwortliche der Kirchen in Bayern in staatsan-waltschaftlichen Ermittlungsverfahren verantworten müssen. Der Grund dafür ist, dass sie Kirchenasyl für Geflüchtete gewähren oder gewährt haben, die bei Abschiebung Verfolgung und/oder Gewalt befürchten müssen. Das Kirchenasyl dient in solchen besonderen Einzelfällen dazu, dass der Asylantrag nochmals intensiv geprüft wird.


Die Praxis des Kirchenasyls wurde bislang auch in Bayern akzeptiert. Seit Februar 2015 besteht sogar eine Vereinbarung zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und den Kirchen, die eine solche vertiefte Einzelfallprüfung anerkennt. Die Gewährung des Kirchenasyls erfolgt demnach in Rücksprache mit dem BAMF, der Aufenthaltsort des Flüchtlings ist durchgehend bekannt und sowohl die Kirchen, als auch das BAMF bewerten die Umsetzung als positiv und sprechen sich für eine Weiterführung aus. Dafür spricht auch die hohe Anerkennungsrate von bis zu 90% derer, die nach dem Kirchenasyl und nochmaliger Prüfung einen positiven Bescheid erhalten. Auch dies zeigt deutlich: Kirchenasyl setzt nicht den Rechtsstaat außer Kraft, sondern bietet symbolischen Schutzraum, damit besondere humanitäre Härten durch den Rechtsstaat vermieden werden können.
Diese in der langen Geschichte der Kirche entwickelte Hilfe für Menschen in Not wurde bisher anerkannt, sofern sie öffentlich, symbolisch, gewaltfrei und im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung verlief.


Die SPD-Rechtspolitikerin Alexandra Hiersemann fordert von der Staatsregierung, die Vereinbarung zum Kirchenasyl zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)und den Kirchen auch in Bayern zu achten. „Wir wollen, dass das Institut des Kirchenasyls als‘ultima ratio‘ wie bislang in der Vergangenheit auch weiterhin respektiert wird“, erklärt die mittelfränkische Abgeordnete.

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