Wer wir sind

Im November 2013 hat sich die Flüchtlingsbetreuung Herzogenaurach gebildet. Viele Menschen engagieren sich hier für diejenigen, die bei uns Schutz und Hilfe suchen.

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Mitmachen

Wir brauchen Sie!

Aktuell betreuen wir über 300 Asyl- suchende und anerkannte Flüchtlinge. .

Wie Sie mithelfen können, erfahren Sie auf unserer Helfen-Seite.

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Was wir tun

Wir betreuen die zu uns gekommenen Menschen vom ersten Tag an - beginnend mit einem Willkommensgruß und der Eingewöhnung in die neue Umgebung.

 

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Spenden

Über Geld- und Sachspenden zugunsten der Flüchtlinge freuen wir uns sehr. Ihre Spenden kommen zu 100% an. Mehr dazu finden Sie auf unserer Helfen-Seite.

 

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Wohnungen gesucht!

Hauptproblem für Flüchtlinge und Helfer ist die Suche nach Wohnungen!

 

Helfen Sie mit, denn das ist oft Schwerstarbeit für alle Beteiligten!

 

Zu den Vorwürfen, die über den Bayerischen Flüchtlingsrat verbreitet werden:

Der Bayerische Flüchtlingsrat ist eine Menschenrechtsorganisation und setzt sich für Flüchtlinge ein. Wir stehen Flüchtlingen in ihren Asylverfahren mit Beratung, Information und Vermittlung bei und kämpfen mit ihnen gemeinsam für die Anerkennung ihrer Fluchtgründe.
Dabei arbeiten wir nicht mit einem juristisch verengten, ausgehöhlten Flüchtlingsbegriff, wie es das bayerische Innenministerium tut. Flüchtlinge sind nämlich nicht nur diejenigen, die in einem Asylverfahren als Flüchtlinge nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt werden. Schon die Genfer Flüchtlingskonvention bezeichnet alle, die aus Angst vor Verfolgung aus ihrem Land fliehen und in einem anderen Land Schutz suchen, als Flüchtlinge. Deshalb gilt für uns: Flüchtling ist, wer geflohen ist!

Wie dringend notwendig es ist, mit diesem normalen Flüchtlingsbegriff zu arbeiten, zeigt die besondere Situation der Flüchtlinge aus Afghanistan. Obwohl es kein Botschaftspersonal mehr in Afghanistan gibt; obwohl der deutsche Botschafter selbst Asyl in der US-Botschaft gefunden hat; obwohl alle (UN-)Organisationen, die noch in Afghanistan tätig sind, sich mit allen anderen Expert*innen einig sind, dass Afghanistan in keinen Landesteilen sicher ist; obwohl es täglich zu Anschlägen der Taliban und des IS kommt, hält Deutschland an der Mär von den sicheren Gebieten in Afghanistan fest. Die Flüchtlinge, die aufgrund dieser Lüge abgeschoben werden sollen, zu unterstützen und vor der Abschiebung zu bewahren, ist uns eine Ehre und eine Kernaufgabe des Bayerischen Flüchtlingsrats!

Ja, es hat uns niemand dafür gewählt, diese Arbeit zu machen, wir haben das aber auch nie behauptet. Darin gleichen wir anderen Menschenrechts-organisationen wie amnesty international, Greenpeace, Pro Asyl, und viele andere mehr.

Und um mit dem dümmsten Unsinn aufzuräumen: Wir bekommen keine kommunalen und keine Landesmittel. Wir sind nicht der landeseigene Flüchtlingsrat und finanzieren uns nicht aus Steuergeldern. Wir finanzieren uns zu einem großen Teil aus den Mitgliedsbeiträgen unserer Fördermitglieder und aus Spenden von Menschen, die uns und unsere Arbeit richtig und unterstützenswert finden.

„In diesen Zeiten, in denen die CSU noch weiter nach rechts rückt, um die rechte Flanke zu schließen, ist es absolut notwendig, dass es kritische Menschenrechtsorganisationen gibt, die die Interessen der Flüchtlinge vertreten und sich der ideologisch aufgeladenen Hetze gegen Flüchtlinge entgegenstemmen“, erklärt Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat.

Alexander Thal, Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats ergänzt: „Gerade weil wir finanziell unabhängig sind und klare Positionen vertreten, werden wir von der bayerischen Staatsregierung und besonders vom Innenministerium angefeindet. Doch das ficht uns nicht an: Getreu dem Motto viel Feind viel Ehr kämpfen wir weiter dafür, dass die Abschiebungen nach Afghanistan sofort gestoppt werden. Wir sind Flüchtlingshelfer*innen und stolz darauf!“

 

Quelle: HP Bayer. Flüchtlingsrat

"Wir müssen den großen Elefanten bezwingen"

Äthiopische Flüchtlinge in Herzogenaurach haben in einem Pressebeitrag auf ihre sehr schwierige bis dramatische Situation aufmerksam gemacht. Die Menschen, die aus Äthiopien in einem Schlauchboot übers Mittelmeer zu uns geflohen sind sehen einer ungewissen Zukunft mit wenig Perspektive entgegen.

 

"Wir müssen den großen Elefanten bezwingen" lautet der Titel des Berichtes in den NN vom 12. Dezember 2017, verfasst von der Gruppe um Christine Wollny, die sich jeden Dienstag um 17 Uhr 30 in der ev. Kriche trifft. Ein lesenswerter und nachdenklicher Beitrag der deutlich macht, dass wir in unserem Bemühen, den Geflüchteten zu helfen nicht nachlassen dürfen.

 

Der Bericht ist zu finden unter Presse.

 

Immer noch: Hindernisse bei der Arbeitsaufnahme

Ein neues Hindernis gibt es bei der Arbeitsaufnahme für Asylsuchende und Geduldete. Zur Genehmigung muss ein "Identitätsnachweis" vorgelegt werden, also ein Ausweis mit Lichtbild aus dem Heimatland.

Flüchtinge die nach Deutschland kommen und keine Papiere haben, die ihre Identität belegen, können dennoch einen Asylantrag stellen und erhalten:

  • eine (kostenlose) Unterkunft

  • eine (kostenlose) Gesundheitsfürsorge

  • eine (kostenlose) Schulbildung

  • meist kostenlose Sprachkurse

  • als Alleinstehende zunächst 323 € im Monat Barleistungen, später 348 €

  • und eine Aufenthaltsgestattung mit Lichtbild.

 

Sofern sie nach Ablehnung ihres Asylantrages nicht freiwillig ausreisen und wg. fehlender Papiere und/oder fehlender Rücknahmebereitschaft des Herkunftslandes nicht abgeschoben werden erhalten sie in der Regel eine Duldung, die sich 3-monatlich x-mal verlängern kann.

 

Nunmehr ist offensichtlich nach einem Treffen der mittelfränkischen Leiter der Ausländerämter eine neue Praxis in Kraft getreten, wenn es um Ausbildungs- und Arbeitserlaubnisse geht. Ohne Identitätsnachweis – siehe unten – gibt es dazu keine Genehmigung mehr! Gibt es hierzu überhaupt eine ausreichende Rechtsgrundlage?

 

Die meisten Flüchtinge aus Äthiopien z.B. sind quasi mit Badehose und T-Shirt übers Mittelmeer nach Europa gelangt und verfügen über keinerlei Identitätsnachweis. Sie möchten aber nicht nur von steuerfinanzierten Sozialleistungen leben, sondern auch Berufe erlernen und arbeiten, um ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Und unser Handwerk und unsere Wirtschaft suchen händeringend Auszubildende und Mitarbeiter!

Siehe dazu auch die Presseberichte vom 2. September 2017 unter Presse.

 

Konrad Eitel

Leitungsteam gesucht!

Die Vollversammlung der Flüchtlingsbetreuung Herzogenaurach am 22. November 2017 im Martin-Luther-Haus konnte keinen neuen Leitungskreis wählen: Es fehlte an Kandidatinnen und Kandidaten.

 

So bleibt der bisherige Leitungskreis zunächst weiter im Amt mit dem Ziel, im kommenden Frühjahr bei einem erneuten Plenum eine Wahl nach entsprechender Vorbereitung über die Bühne zu bringen.

 

Ausführliche Rechenschaftsberichte und Diskussionen über die Zukunf der Flüchtlingspolitik nach der Bundestagswahl bestimmten den Abend neben dem Versuch eine neue Leitung zu finden.

 

Ein ausführlicher Zeitungsbericht über das Plenum findet sich unter Presse.

Angriff aufs Kirchenasyl

„Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt“ so lautet der Vorwurf, aufgrund dessen sich derzeit vermehrt Verantwortliche der Kirchen in Bayern in staatsan-waltschaftlichen Ermittlungsverfahren verantworten müssen. Der Grund dafür ist, dass sie Kirchenasyl für Geflüchtete gewähren oder gewährt haben, die bei Abschiebung Verfolgung und/oder Gewalt befürchten müssen. Das Kirchenasyl dient in solchen besonderen Einzelfällen dazu, dass der Asylantrag nochmals intensiv geprüft wird.


Die Praxis des Kirchenasyls wurde bislang auch in Bayern akzeptiert. Seit Februar 2015 besteht sogar eine Vereinbarung zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und den Kirchen, die eine solche vertiefte Einzelfallprüfung anerkennt. Die Gewährung des Kirchenasyls erfolgt demnach in Rücksprache mit dem BAMF, der Aufenthaltsort des Flüchtlings ist durchgehend bekannt und sowohl die Kirchen, als auch das BAMF bewerten die Umsetzung als positiv und sprechen sich für eine Weiterführung aus. Dafür spricht auch die hohe Anerkennungsrate von bis zu 90% derer, die nach dem Kirchenasyl und nochmaliger Prüfung einen positiven Bescheid erhalten. Auch dies zeigt deutlich: Kirchenasyl setzt nicht den Rechtsstaat außer Kraft, sondern bietet symbolischen Schutzraum, damit besondere humanitäre Härten durch den Rechtsstaat vermieden werden können.
Diese in der langen Geschichte der Kirche entwickelte Hilfe für Menschen in Not wurde bisher anerkannt, sofern sie öffentlich, symbolisch, gewaltfrei und im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung verlief.


Die SPD-Rechtspolitikerin Alexandra Hiersemann fordert von der Staatsregierung, die Vereinbarung zum Kirchenasyl zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)und den Kirchen auch in Bayern zu achten. „Wir wollen, dass das Institut des Kirchenasyls als‘ultima ratio‘ wie bislang in der Vergangenheit auch weiterhin respektiert wird“, erklärt die mittelfränkische Abgeordnete.

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