Wer wir sind

Im November 2013 hat sich die Flüchtlingsbetreuung Herzogenaurach gebildet. Viele Menschen engagieren sich hier für diejenigen, die bei uns Schutz und Hilfe suchen.

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Wir brauchen Sie!

Aktuell betreuen wir über 300 Asyl- suchende und anerkannte Flüchtlinge. .

Wie Sie mithelfen können, erfahren Sie auf unserer Helfen-Seite.

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Was wir tun

Wir betreuen die zu uns gekommenen Menschen vom ersten Tag an - beginnend mit einem Willkommensgruß und der Eingewöhnung in die neue Umgebung.

 

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Spenden

Über Geld- und Sachspenden zugunsten der Flüchtlinge freuen wir uns sehr. Ihre Spenden kommen zu 100% an. Mehr dazu finden Sie auf unserer Helfen-Seite.

 

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Wohnungen gesucht!

Hauptproblem für Flüchtlinge und Helfer ist die Suche nach Wohnungen!

 

Helfen Sie mit, denn das ist oft Schwerstarbeit für alle Beteiligten!

 

Herzogenaurach: Wir sind ein Sicherer Hafen!

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Der Stadtrat beschloss die Stadt zum Sicheren Hafen zu erklären und der Initiative "Seebrücke" beizutreten. Während im Somer 2019 der von der Flüchtlingsbetreuung initiierte Antrag noch knapp scheiterte fand sich dieses Mal eine große Mehrheit die diesem Anliegen zustimmte.

 

Die Stadt Herzogenaurach erklärt sich mit ihren Beschlüssen solidarisch mit den Menschen auf der Flucht und setzt sich für sichere Fluchtwege und eine staatliche Seenotrettug ein und dann für eine menschenwürdige Aufnahme der Geflüchteten.

Ein ausführlicher Pressebericht ist hier zu finden: Sicherer Hafen

 

Das Foto aus der Fußgängerzone teigt den Rettungsring von amnesty mit der Aufschrifdt "Ja! Zum Flüchtlingsschtz!" - er erinnert an das Leid im Mittelmeer und unsere Bereitschaft ein Sicherer Hafen zu werden.

 

Kirchenasyl: Stephan Reichel zu Gast

Mit dem Vers aus dem Matthäus-Evangelium „Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen“ begann Stephan Reichel seinen Vortrag zum Kirchenasyl. Im Rahmen der Interkulturellen Woche in Herzogenaurach kam frühere Beauftragte der ev. Landeskirche für Kirchenasyl auf Einladung der Flüchtlingsbetreuung nach Herzogenaurach um über seine Erfahrungen zu berichten.

 

Als Vorsitzender des Vereins „matteo – Asyl in der Kirche“ ist er weiterhin mit dem Thema ständig in Bayern und darüber hinaus unterwegs, um zu berichten, zu beraten und zu unterstützen. So traf er sich auch vor kurzem mit Äbtissin Mechthild Thürmer aus Kirchschletten, die wegen des Gewährens von Kirchasyl nun sogar angeklagt ist, weil sie das verordnete Bußgeld nicht zahlen will.

 

 

Derzeit seien die Zahlen wegen Corona stark rückläufig, da Abschiebungen ausgesetzt seien. Dennoch habe Seehofer und das Bundesamt für Migration versucht, die mit den Kirchen getroffenen Vereinbarungen zu umgehen und die Überstellfrist im Dublin-Verfahren von 6auf 18 Monate auszudehnen, was es Betroffenen wie den Kirchengemeinden Kirchenasyl fast unmöglich machen sollte. Diese Frist wurde jedoch mittlerweile höchstrichterlich gekippt.

Auch die Strafanzeigen gegen die Verantwortliche für Kirchenasyl sollten abschrecken, wurden jedoch meist wegen „geringer Schuld“ wieder eingestellt. Hierzu verwies Versammlungsleiter Konrad Eitel darauf, dass auch Herzogenauracher Pfarrern Strafanzeigen ins Haus flatterten, die insgesamt fast zehn Mal Kirchenasyl gewährt hatten. Teilnehmer des Abends, die selbst im Kirchenasyl waren, berichteten über ihre Erlebnisse und Ängste in dieser Zeit. Nur über den Weg des Kirchenasyls kamen sie zu einem gesicherten Aufenthalt in Deutschland.

 

Reichel betonte abschließend, dass weiter eine europäische Lösung jenseits der Dublins-Verordnung angestrebt werden muss. Die jüngsten Vorschläge der EU-Kommission, die vor allem Schnellverfahren und Rückführungen an den Außengrenzen beinhalte, seien jedoch kein humaner Ansatz zur Lösung des Migrationsproblems.

Siehe auch Presse

 

Sea Watch 4 ist im Einsatz!

vor wenigen Tagen hat die Sea-Watch 4 den Hafen von Burriana/Spanien verlassen. Unser Bündnisschiff ist jetzt auf dem Weg ins zentrale Mittelmeer um Leben zu retten! Die Sea-Watch 4 ist derzeit das einzige Rettungsschiff, das dort im Einsatz ist.

Die Lage vor der libyschen Küste ist nach wie vor dramatisch. Seit mehr als sechs Wochen sind keine zivilen Rettungskräfte mehr in der Such- und Rettungszone im Einsatz, fast alle aktiven Rettungsschiffe sind wegen angeblicher Sicherheitsmängel in Italien festgesetzt oder werden mit nicht erfüllbaren Auflagen am Einsatz gehindert. Alleine in diesen sechs Wochen haben die beiden Aufklärungsflugzeuge von Sea-Watch im zentralen Mittelmeer über 1.500 Personen in Seenot dokumentiert. Mehr als 3.500 Menschen wagten laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) die gefährliche Überfahrt. In vielen dieser Fälle wurden die Menschen durch die sogenannte Libysche Küstenwache völkerrechtswidrig nach Libyen zurückgebracht.

Jetzt wird es darum gehen, Leben zu retten. Wir stellen uns jedoch bereits darauf ein, dass auch unser Schiff absehbar von Schikanen betroffen sein wird. Aber die Sea-Watch 4 ist auch das erste Schiff, das von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis getragen wird: Über 550 Bündnispartner unterstützen United4Rescue aktuell und stehen hinter unserem Schiff! gemeinsam werden wir uns für unser Bündnisschiff einsetzen.

Weiteres unter:

https://www.united4rescue.com/mitmachen

 

Wir helfen weiterhin!

Es ist nicht leicht dieser Tage. Das trifft auf uns ale zu. Aber für die Geflüchteten bei uns ist dies alles noch einmal eine Bürde mehr, die erdrückend wirken kann.

 

Deshalb arbeiten die Helfer*innen weiter, unter Beachtung der erlassenen Vorschriften, z. B. dem Vertretungs-verbot für die Unterkünfte. Es kommt  gerade jetzt darauf an, den neuen Mitbürgern die Lage und die Konsequenzen klar zu machen und ihnen zu helfen über die Runden zu kommen.

 

Besonders problematisch ist die Lage im Container und in der Goethestraße, wo jeweils 50 Menschen, darunter auch viele Kleinkinder, Sanitärräume und Küchen gemeinsam nutzen müssen. Wir haben schon seit Jahren auf die ungenügenden Verhältnisse aufmerksam gemacht, ohne dass es zu entscheidenden Änderungen gekommen wäre. Wir werde uns weiter dafür einsetzen.

 

Eine besondere Herausforderung stellt auch das Heimoffice "Schule" dar. Kinder sollen sich daheim mit Hilfe der Eltern quasi selbst unterrichten. Familine, wo Eltern dies nicht leisten können und die keinen Internetanschluss, einen PC mit Drucker haben fallen durch dieses Raster. Acuh die Schulen sind aufgefordert hier anderweitig zu helfen

Herzogenaurach wird kein „Sicherer Hafen“

Mit der denkbar knappsten Mehrheit von 13:12 Stimmen hat es der Herzogenauracher Stadtrat am 17. Juli 2019 abgelehnt, die Stadt zum "Sicheren Hafen" zu erklären.

Die Diskussion machte dabei deutlich, dass die Fronten quer durch alle Stadtrratsfrakrionen verliefen.

 

Ausführliche Presseberichte dazu sind zu finden unter Presse

 

Unser Fazit: Auch wenn die Stadt "offiziell" kein Sicherer Hafen ist, werden wir von der Flüchtlingsbetreuung dafür Sorge tragen, dass die Geflüchteten bei uns sicher leben können!

 

Worum geht es? Das Drama um die Sea Watch 3 und die Unfähigkeit Europas das Sterben im Mittelmeer zu beenden haben nun die Organisation Seebrücke (https://seebruecke.org/) und zahlreiche Städte in Deutschland auf den Plan gerufen. Diese Städte sind u. a. bereit, aus Seenot gerettete Geflüchtete zusätzlich aufzunehmen und so ein geordnetes Asylverfahren zu gewährleisten: Eine notwendige humanitäre Geste!

 

Der Antrag ist nachzulesen unter Neues & Info.

Sachausschuss Eine Welt startet Aufruf:

Die Situation der Flüchtlinge im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist nach wie vor unerträglich, steht in krassem Widerspruch zu humanen Werten und dem Anspruch eines christlich geprägten Europa, das in seiner Flüchtlingspolitik versagt. Moria ist eine Schande für Europa.

Wir haben uns angewöhnt wegzuschauen, vorbeizugehen, die Situationen zu ignorieren, solange uns diese nicht direkt betreffen, schreibt Papst Franziskus in seiner neuen Enzyklika „Fratelli tutti“.

 

Wir können als Christen nicht verantworten, weiter zu schweigen.

Der Sachausschuss Tembladera- Eine Welt des Pfarrgemeinderates St.Magdalena unterstützt deshalb die Initiative von Pax Christi „Kein Weihnachten in Moria .Notleidenden helfen - Flüchtlinge aufnehmen! Jetzt!

Die Initiative fordert unabhängig von parteipolitischen Aus-einandersetzungen von der Bundesregierung eine umge-hende Aufnahme der Menschen aus den überfüllten Flücht-lingslagern

Diesem Appell an die Abgeordneten des Bundestages schließt sich die Flüchtlings-betreuung ausdrücklich an.

Die IKW fand statt!

Am Freitag, den 25. September startete die Interkulturelle Woche in Herzogenaurach - und in über 500 weiteren Städten in Deutschland!

Dazu hat die Flüchtlingsbetreuung in Zusamenarbeit mit dem Generationen-Zentrum und dem Jugendhaus rabatz ein umfangreiches Programm erarbeitet, das neben politischen Akzenten auch Angebote für Familien und Kinder enthält.

Das Programmheft kann hier eingesehen werden:

Neues & Info

 

 

Start war am 25. September mit dem Vortrag "Wir können doch eh nichts tun ..." und am 26.September mit Infoständen in der Hauptstraße, begleitet von afrikanischen Trommeln und einer pälästinensischen Mädchentanzgruppe. Siehe hierzu auch den FT-Bericht unter Presse.

 

Am Tag des Flüchtlings, am 2. Oktober, fand im rabatz ein Weltcafé mit Begegnungsmöglichkeiten statt. Kreative konnten sich dabei am Graffiti-Workshop beteiligen und das rabatz verschönern! Siehe auch hierzu: Graffiti im rabatz

Spende der VR-Bank

Die VR-Bank hat der Flüchtlingsbetreuung eine Spende von 1.600 € überreicht. Damit soll insbesondere die Betreuung von Schulkindern gefördert werden.

Unser Bild zeigt von links Frau Kreßmann von der VR-Bank, FBH-Sprecher Konrad Eitel und Elisabeth Klenk, auf deren Initiative hin die Spende floss. Ein Dank an die Bank und an Elisabeth für ihr Engagement!

 

Herzogenauracher Flüchtlingsbetreuung erinnert im Zeichen des Corona-Virus an Lesbos

 

Die Herzogenauracher flüchtlingsbetreuung (FBH) erinnert in einer Resolution an das Schickxsal der Geflüchteten in aller Welt und besonders an die Menschen an der türkisch-griechischen Grenze und auf den griechicshen Inseln. Acuh sie,die jetzt schon z. T. seit Jahren in Elend, Hunger und Angst leben dürfen in der Corona-Krise nicht vergessen werden.

 

Die deutsche und europäische Politik waren nicht ernsthaft willens Menschen, besodners Kinder und Jugendliche, von den Elendslagern auf Lesbos zu holen, obwohl sich bei unsüber 100 Städte als "Sichere Häfen" angeboten haben.

 

Dass dies jetzt im Zeichen der neuen Krnakheit noch schwerer fällt ist verständloich, aber wir waren auch in der Lage, über 100.000 Urlauber zurück nach Deutschlnd zu holen.

 

Deshalb unser Appell zusammen mit vielen: Holt die Kinder und Jugendlichen von den Inslen, und auf Dauer alle in diesen Lagern!

 

Die Resolution und Presseberichte dazu unter Presse

 

Abwechslung vom Alltag

 

Eine tolle Abwechslung vom Alltagsgeschehen organisierte Karin Peucker-Göbel und Jalal Belal im August. Nahezu einhundert Geflüchtete konnten bei zwei Fahrten den Freizeitpark Thurn in Heroldsbach besuchen, nicht nur für die Kinder ein tolles Erlebnis. Dank einer Spende der Sparkasse konnte nicht nur der Eintritt bezahlt werden, sondern es gab auch noch ein Eis für die Kinder.

 

Die Ausflüge wurden noch ergänzt durch einen Grillabend im Dambach, der ebenfalls regen Zuspruch erfuhr. Durch diese Aktionen kam auch für viele Menschen bei uns auch zumindest kurzfristig so etwas wie Ferienstimmung auf!

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Unterstützung der Seenotrettung

 

Die Flüchtlingsbetreuung Herzogenaurach unterstützt mit einem Schreiben die Bemühungen des Ratsvorsitzenden der EKD, Bischof Bedfort-Strohm, für eine Bündnis zur Anschaffung eines neuen Rettungsschiffes im Mittelmeer.

 

Dazu schreibt die EKD: „Als Evangelische Kirche in Deutschland setzen wir uns seit Jahren gegen das Sterben im Mittelmeer und für die zivile Seenotrettung ein. In diesem Sommer haben wir dieses Engagement verstärkt. Gemeinsam mit vielen anderen haben wir öffentlich deutlich gemacht, dass es dringender denn je Seenotrettung und einen europäischen Verteilmechanismus für Boots-flüchtlinge braucht. Angesichts der humanitären Katastrophe, der Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung und des politischen Stillstands auf europäischer Ebene, reichen Appelle allein nicht länger aus.

Die EKD engagiert sich daher dafür, zu einem Bündnis zu kommen, das die zivile Seenotrettung mit einem neuem Rettungsschiff unterstützt.

 

Wer das unterstützen möchte findet Näheres unter https://seebruecke.org/

 

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Leistungen für Asylbewerber:

Es geht ans Eingemachte!

 

Eine böse Überraschung erlebten viele Geflüchtete Anfang September: Alleinstehende mit und ohne Kinder erhalten weniger Geld, uns zwar 42 € im Monat!! Sie wurden von der „Regelbedarfsstufe 1“ in die Stufe 2 umgegliedert, und zwar auf Grund eines Gesetzes aus dem Hause Seehofer da sie angeblich durch ihre Unterbringung in Gemeinschafts-unterkünften weniger Kosten zu Lebensunterhalt haben. Sie erhalten ab sofort nur noch 326 €.

 

Dies trifft bei uns vor allem junge Männer aus Äthiopien, die ja auch nicht arbeiten dürfen – neben der erzwungenen Perspektivlosigkeit werden diese Menschen jetzt offenbar auch noch „ausgehungert“. Es ist unfassbar welche Gesetze für den Bereich Flucht und Migration noch alles gemacht werden – der Abschied von der Willkommenskultur 2015 geht in großen Sprüngen weiter voran. Das ist weder christlich-sozial noch sozial-demokratisch!

Bayern nimmt auf!

Der Bayerische Flüchltingsrat hat eine Petition gestartet, die sich ebenfalls für die Geflüchteten auf den griechischen Inseln einsetzt und eien Aufnahme von merh Betroffenen in bayern fordert.

Die Ankündigung der Bundesre-gierung, deutschlandweit insgesamt 1.553 Personen aufzunehmen und auf die Bundesländer aufzuteilen, ist völlig unzureichend und betrifft auch lediglich anerkannte Flüchtlinge oder subsidiär Schutzberechtigte im
Familienverbund anerkannte Per-sonen – nicht Asylsuchende.
Der Wunsch zu helfen ist in der Bevölkerung viel größer: 16 Kommunen allein in Bayern haben bereits ihre Aufnahmebereitschaft erklärt. Die Zivilgesellschaft will
helfen und einen größeren Beitrag leisten - die bayerische Staats-regierung muss das mit einem Aufnahmeprogramm endlich zulas-sen. Dies ist ein Gebot der Mitmenschlichkeit.

Mit der Online-Petition „Menschlichkeit jetzt! Schutz für Geflüchtete aus den griechischen Lagern“

fordern wir mit dem Bündnis #Bayern NimmtAuf ein bayerisches Landes-aufnahmeprogramm.

 

Angekommen - aber auch angenommen?

Am Donnerstag Abend in der Interkulturellen Woche trafen sich Geflüchtete und Mitarbeiter*innen der Flüchtlingsbetreuung mit Bürger-meister German Hacker und Stadt- und Kreisräten, um zu fragen, wie die zu uns gekommenen Menschen auf- und wahrgenommen worden sind: als neue Mitbürger*innen oder nur als durchreisende Gäste? Und fragten: was kann die Stadt zur Integration beitragen? Neben dem Bürger-meister stellten sich Renate Schroff (SPD), Walter Drebinger (CSU) und Uschi Schmidt (Grüne) den Fragen.

 

Wie auch FBH-Sprecher Konrad Eitel in seiner Einführung betonte, sei die Stadt zwar rechtlich nicht für die Flüchtlingsbetreuung zuständig, aber dennoch müsse es die politisch Verantwortlich interessieren, wie die Menschen in unserer Stadt leben und was sie zu einem guten Miteinander beitragen kann. Schnell kristallisierte sich heraus, dass es vor allem um Wohnen, Arbeit und Schule geht, wo die Stadt gefragt ist und auch Handlungsmöglichkeiten hat. Hier sagten alle Vertreter ihre weitere Unterstützung zu. Bürgermeister Hacker verwies auf die von der Stadt geförderte Stelle zur Wohnraum-koordinierung und auf den Bau von Mietwohnungen auf der Herzo Base zu erschwinglichen Mieten. Walter Drebinger berichtete davon, dass er seit Jahren Geflüchtete in seinem Betrieb beschäftigt. Ein großes Problem allerdings ist die Aufenthalts- und Ausbildungs-berechtigung, die jedes Mal unter großem Einsatz erkämpft werden muss und dennoch keine sichere Perspektive für die Zukunft bietet.

 

Hierzu meldete sich auch ein junger Flüchtling aus Afghanistan zu Wort, der seit 6 Jahren in Deutschland lebt, eine abgeschlossene Berufsaus-bildung hat und in seinem Betrieb dringend gebraucht wird. Seine Aufenthaltsgestattung wird jedoch immer nur auf drei Monate verlängert und er lebt in ständiger Angst vor einer möglichen Abschiebung. Dieser Zustand löste bei allen Anwesenden Betroffenheit und Unverständnis aus. Die Kommunalpolitiker wollen dieses kraase Beispiel auch zum Anlass nehmen, mit ihren abgeordneten zu Sprechen.

Beendet das Drama um die Menschen auf Lesbos - nehmt sie auf!

Während noch im Juli bekannt wurde, dass Deutschland Geflüchtete aus den Elendslagern auf Lesbos aufnimmt - siehe unten - spielt sich derzeit in der Politik eine unwürdiges Schauspiel um die Aufnahme der Menschen aus dem ausgebrannten Lager Moria ab.

Nehmt dies Menschen endlich auf!

 

Wer auf Europa verweist will in Wahrheit keine Lösung,weil viele Länder der EU ihre humanitäre Verpflichtung vergessen und nicht bereit sind,an einer Lösung mitzuarbeiten.

Die Flüchtingsinitiativen ERH haben dazu ein deutliches Schreiban an die örtlichen Bundestags- und Landtagsabgeordneten verfasst, siehe hier:

Presse

 

Bericht vom Juli 2020

Demnach kommen insgesamt 928 Flüchtlinge nach Deutschland - vor allem Kinder und Jugendliche nebst Familienmitgliedern. Die ersten werden am 24. Juli in Deutschland erwartet, der Rest soll schrittweise bis Ende August folgen. Wann genau die ersten Betroffenen in Berlin ankommen, ist noch unklar.

Berlin setzt sich seit längerem bei der Aufnahme von Menschen aus griechischen Lagern ein, in denen wegen Überfüllung und schlechter Hygiene teils unhaltbare Zustände herrschen. Auf Druck mehrerer Bundesländer und Flüchtlingsorganisationen hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) schließlich im Juni erklärt, dass Deutschland knapp 1000 Betroffene herausholt. Flüchtlingshelfer stellen vor Ort fest, welche Familien am dringendsten Hilfe benötigen.

 

Coronavorsorge in den Unterkünften?

Die Wohnsituation der Geflüchteten in den Gemeinschaftsunterkünften im Lankreis ist schon in „normalen“ Zeiten gerade auch im Hinblick auf die hygienischen Verhältnisse problematisch. Darauf haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder hingewiesen, wie auch die Flüchtlingsinitiativen in ganz Bayern.

 

Im Zeichen von Corona wird die Lage in den Unterkünften noch problematischer. Uns Helfer*innen wurde der Zugang zu den Unterkünften aus verständlichen Gründen verboten, aber die Bewohner*innen leben weiterhin dicht an dicht und vor allem: sie müssen größtenteils Wäscheräume, Toiletten und Duschen sowie Küchen gemeinsam nutzen. Da sind Kontaktverbote und Mindestabstände nicht einzuhalten.

 

Während Innenminister Hermann bei Verstößen drastische Strafen ankündigt (in Bamberg wurde ein Mann wegen mehrerer Verstöße bereits inhaftiert!) gilt dies alles für die vom Freistaat und Landkreis betriebenen Unterkünfte offenbar nicht. Die Bewohner*innen und immer mehr Helfer*innen fragen sich wie dies weiter gehen soll, insbesondere wenn Verdachtsfälle oder gar Infizierungen auftreten und Quarantänemaßnahmen erforderlich sind.

Corona-Hilfe für Helfer*innen und Geflüchtete im Netz auf der Homepage der Eckentaler Flüchtlingsinitiative:

http://www.fleck-ev.de/

 

Unverständnis und Empörung:             Mutter mit 3 kleinen Kindern abgeschoben

Unverständnis, Entsetzen und Empörung herrscht seit dem 3. September bei den Flüchtling-sbetreuerinnen in Herzogenaurach:

Zaira, seit 5 Jahren in Deutschland lebende Mutter mit 3 kleinen Kindern wurde aus dem Nichts heraus nach Tschetschenien abgeschoben!

Für sie, aber besodners für die Kinder ist das ein fremdes Land in dem sie nun mittellos vor einer ungewissen Zukinft stehen. Nähers dazu sieeh auch im Presseartikel:

http://www.nordbayern.de/region/hoechstadt/schock-fur-familie-mutter-mit-drei-kindern-abgeschoben-1.8027215

 

Zaira und ihre Kinder brauchen weiterhin unsere Unterstützung, ebenso wie Luiza, Shamil, Eliza und Hassan, die im März nach Kasachstan abgeschoben worden sind (siehe dazu Näheres unter Presse).

 

Spenden können überwiesen werden:auf unser Sepndenkonto:

 

Katholische Kirchenstiftung
St. Magdalena 

Sparkasse Herzogenaurach

IBAN:

DE53 7635 0000 0060 0643 54

Kennwort: Flüchtlingsbetreuung

 

Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne eine Spenden-bescheinigung für das Finanzamt aus.

 

Pro Asyl: Gegen das Sterben im Mittelmeer

Europa ist planlos! Die Flüchtlingspolitik der EuropäischenUnion ist beschämend. Populistische Parolen, Zerstrittenheit und Schuldzuweisungen bis hin zur Tolerierung und Instrumentalisierung rassistischer Einstellungen prägen den Europäischen Diskurs.

Unser Appell: Umkehren und Retten! Europa braucht eine neue europäische Initiative zur Rettung von Flüchtlingen und einen gefahrlosen Zugang in die EU. Dazu ist die Europäische Union den schutzsuchenden Menschen gegenüber verpflichtet – und sie schuldet es auch ihren eigenen grundlegenden Werten. Die Broschüre formuliert Sofortmaßnahmen zur Rettung von Bootsflüchtlingen vor Europas Grenzen.

Mehr unter:

https://www.proasyl.de/material/europa-braucht-einen-plan/

 

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